nur die Reise wird in uns allen noch lange fortleben.

Innerlich hat jeder von den drei groesseren weinend Abschied genommen, wohlwissend, dass es eine Fortsetzung geben wird. Die  beiden juengsten Abenteurer geniessen jeden und auch die letzten Momente, freuen sich aber schon enorm auf ein Wiedersehen mit ihren Freunden, Familie und Lokita, ihrer Hauskatze. In bewundernswerter Leichtigkeit passten sich die Kinder an alle Reiseumstaende, Klimazonen und Beschraenkungen an. Urwald und Tropenklima, Wueste und Hitze, Andenriesen und Kaelte, endlose Schotterstrassen in Schrittgeschwindigkeit, absturzgefaehrdete Bergstrassen, verschiedenste Kuechen Lateinamerikas, wobei alle eine gewisse Schwaeche fuer die mexikanische Kueche entwickelten, alte Steine aus vorkolumbianischen Zeiten ... und die neue Familienbeschaeftigung, der Vogelbeobachtung, nachdem die Hasen- und Huehnerzeit vorbei bzw. noch nicht im Gange ist.

Hut ab vor dem grossen Durchhaltevermoegen der 3 Kinder, die in diesem Jahr zu ganz tollen Geschwistern zusammengewachsen sind. Als Eltern sind wir froh, und waren davon schon immer ueberzeugt, sie ein Jahr in die Schule fuers Leben geschickt zu haben. Man muss kein Soziologe sein, um das Verhalten von vielen speziell westlichen Erwachsenen, die 20 oder mehr Jahre in der Schule waren, als voellig am Ziel vorbeigeschossen zu erklaeren.

Aussteiger, Hobbyabenteurer, Nichtstuer, so wuerden wir uns selber nicht einschaetzen, aber sehr froh, ein Jahr erlebt und gelebt zu haben.

Die familiaere Naehe in der angeblichen Enge eines Wohnmobils ausgehalten zu haben, hat nichts mit Zwang oder Notwendigkeit zu tun, sondern ist eine bleibende Erfahrung, dass auch luxusgeschaedigte Westler ein einfaches respektables Dasein fuehren koennen, noch um vieles komfortabler, als der Grossteil der lokalen Bevoelkerung.

Keine Statistiken ueber gefahrene Kilometer oder weltbekannte Touristenattraktionen, wir bedanken uns innerlich bei all den netten Menschen, die und auf diesem langen Weg , weit von zuhause entfernt, aber einen Schritt mehr zu uns selber, begleitet haben. 

Hut ab vor all den Bevoelkerungen, die unter schwierigen und einfachen Umstaenden um ihr taegliches Ueberleben kaempfen muessen und auf ihre Weise zum persoenlichen Glueck finden.

 

Hut ab vor unserer Mutter Erde, die uns eine so abenteuerliche Reise ermoeglichte und sich nach wie vor, trotz aller Grausamkeiten, die ihr taeglich angetan werden, fuer uns alle dreht, wie lange noch?

In 5 Tagen ist der offizielle Teil vorbei, hat uns Frankreich wieder, das wir als solches nie verlassen haben, das uns ueberhaupt erlaubte, auf Tour zu gehen, auf das wir uns selbstverstaendlich wieder freuen, das uns aber veraendert wiedersehen wird.

Einige Reiseartikel sind noch im Kommen, in persoenlichen Gespraechen koennt ihr gerne all das erfahren, was in besagten Artikeln nie ruebergekommen ist.

Danke an jene, die in ihren Nachrichten bildlich bei uns waren. Danke an alle, die uns in Gedanken begleiteten, deren Hektik und Schnelllebigkeit keine Zeit fuer ein kurzes Lebenszeichen zuliessen, wir freuen uns, euch wiederzusehen, um dieses, bestimmt nicht einmalige Familienerlebnis mit euch teilen zu duerfen.

In Liebe

Mapatoclaya